DieTierPatenEisvogelOtterSee
Spendenprojekt
Monat Februar
Landkauf am
Artenschutzturm
Untitz/Thüringen

 

© Stiftung Pro Artenvielfalt
 
Der Kauf der ca. 0,6
Hektar großen Obst-
baumwiese mit dem
Amselbach direkt an-
grenzend an unseren
Artenschutzturm in
Wünschendorf/Elster
OT Untitz bietet uns die
einmalige Chance,
auch den tierischen
Bewohnern unseres
Artenschutzturms
diesen wichtigen
Lebensraum zu retten
und ökologisch
aufzuwerten.
 

© Stiftung Pro Artenvielfalt
 
Dort sind bereits viele
der alten Pflaumen-
und Apfelbäume ver-
schwunden. Damit ging
kostbarer Lebensraum
für den Turmfalke, die
Schleiereule, Stare,
Haus- und Feldsper-
linge, die Goldammer,
Igel und vom Ausster-
ben bedrohte Fleder-
mausarten verloren.
Wenn wir jetzt nicht
zugreifen, ist die
Obstbaumwiese zum
Sterben verurteilt!
 

© Fokus-Natur.Leo
 
Mit der Neupflanzung
von 15 Obstbäumen
können wir die Obst-
baumwiese wieder zu
einem wertvollen
Lebensraum für viele
bedrohte Tierarten
machen und ihnen
damit ein Stück Über-
lebensraum schenken.
  
Der Grundstücks-
kaufpreis einschließ-
lich der aufwändigen
Grundstücksvermes-
sung beträgt ca. 7.800
Euro! Bitte helfen Sie
uns mit Ihrer Spende!

 
Projekte
 

Im Vertrauen auf uns Menschen sind uns viele Tierarten in die Dörfer, Städte und Häuser gefolgt – aus Unwissen, Gedankenlosigkeit und falsch verstandenem Ordnungssinn zerstören wir ihnen aber immer öfter ihr Dach über dem Kopf!

Wir haben uns satzungsgemäß dem Schutz bedrohter Tierarten verpflichtet und finanzieren im Rahmen unseres bundesweiten Artenschutzprogramms für Gebäude bewohnende Tierarten auch den Um- und Ausbau kleinerer ungenutzter Gebäude zu neuen Überlebensinseln für bedrohte Tierarten.

Am 17.07.2007 wurde von der gemeinnützigen Gesellschaft „DieTierPaten“ mbH, in Wünschendorf/Elster OT Untitz in Anwesenheit von fast 100 Schülerinnen und Schülern und den Lehrerinnen der Gebrüder-Grimm-Grundschule, vielen geladenen Gästen, interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus Wünschendorf/E und Umgebung sowie Vertretern der regionalen Medien die Einweihung und Präsentation des neuen Artenschutzturms vorgenommen.

Zu diesem Anlass richtete Bürgermeister Jens Auer ein Grußwort an die Gäste und Besucher der Einweihungsveranstaltungen und dankte der gemeinnützigen Gesellschaft DieTierPaten für ihr außergewöhnliches Engagement und die Bereicherung des Ortsbildes der Gemeinde mit einem derart beispielhaften und beispielgebenden Artenschutzturm.

Zur Steigerung des Interesses an dem Artenschutzturm und zur Erhöhung des Informationswertes für die Öffentlichkeit haben wir die Turmwände mit ausgesuchten Tierarten gestalten lassen.

Wir investierten aus Spendengeldern ca. 17.500 Euro

  • in den Kauf der alten Trafostation nebst Obstbaumgrundstück
  • in den Umbau zu einem vielfältig strukturierten Artenschutzturm mit mehr als 50 Bruthöhlen, Brutnischen, Nisthöhlen und Nistkästen für Turmfalke, Schleiereule, Dohlen, Haus- und Feldsperlinge, Bachstelze und Rotschwänzchen
  • mit Tagesverstecken für verschiedene vom Aussterben bedrohte Fledermausarten
  • in ein Fledermaus-Sommerquartier für die Wochenstuben im neuen Dachstuhl sowie ein Fledermaus-Winterquartier im Gebäude-Inneren
  • in ein Wildbienenhotel für stark gefährdete Solitärbienenarten
  • und in eine Trockenmauer als Lebensraum für die dort noch vorkommenden Berg- und Zauneidechsen.

Immer drängender stellen sich in unserem Land Fragen zum praktischen Artenschutz:

  • Wie lange noch wird der zierliche Hausrotschwanz auf dem Dachfirst sein gequetschtes Lied singen?
  • Können wir uns auch zukünftig an dem tippelnden Lauf der Bachstelze am Gartenteich erfreuen?
  • Finden die Mehlschwalben noch ihre alten Nester vom Vorjahr an der Hauswand und der
  • Mauersegler die Brutnischen unter den Dachpfannen?
  • Woher wohl wird der auch schon gefährdete Haussperling zukünftig die Federn für sein Kugelnest organisieren und wo findet er noch Einschlupf unter das Dach?

Es steht leider nicht gut um unsere Gebäude bewohnenden Tierarten: Wärmedämmungen, Hausumbauten, Dachsanierungen und umfunktionierte Schuppen rauben und zerstören vielen Tierarten die Einfluglöcher, die Nistplätze, die Brutnischen, die sicheren Tagesverstecke. Fremdländische Ziergehölze in pflegeleichten Gärten vernichten ihren ehemals nahrungsreichen Lebensraum. Es gibt immer weniger Platz in den vertrauten Herbergen.

Alles Klagen aber nutzt nichts – gemeinsam mit der Gemeinde Wünschendorf/Elster, Ost-Thüringen haben wir ein beispielhaftes, Mut machendes Artenschutz-Projekt realisiert, das unsere Mitmenschen und auch manche Behörde zum Umdenken und positiven Handeln anregen soll!

Mit der Fertigstellung des neuen Artenschutzturms und dem direkten Umfeld können dort nun mehr als 20 teils stark bedrohte Tierarten, Vögel, Fledermäuse, Insekten und auch Reptilien auf Dauer ein sicheres Dach über dem Kopf finden. Gemeinsam schenken wir damit vielen bedrohten Gebäude bewohnenden Tierarten ein unkündbares Wohnrecht auf Lebenszeit.

Illustration/ Details zum Artenschutzturm
und seiner Bewohner (PDF-Datei)

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